Alles mit Ruhe

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Mit dem Auto im Oman unterwegs

Der Polizist ruft mich freundlich zu sich und überreicht mir lächelnd den Führerschein. Eine Stunde hat es gedauert, ihn zu bekommen. Im Oman geht alles etwas schneller und vor allem mit viel Ruhe! Am 22. Januar bin ich in den Oman gereist, um hier einige Zeit zu verbringen. Ich will mehr über dieses Land erfahren, das wie eine Ruheoase in der stressigen Welt erscheint.

Oman – Jetzt lebe ich hier

Das erste Mal war ich vor fünf Jahren hier und wusste, ich werde wieder kommen. Das zweite Mal kam ich, um für eine Reportage zu recherchieren. Als das Flugzeug zum Landen ansetzte, begann ich zu heulen. Ich wusste nicht weshalb, aber es fühlte sich gut an. Ich weinte vor Freude. Das einzige Land, bei dem mir das ständig passiert, ist Bosnien und Herzegowina, woher meine Eltern stammen. Also beschloss ich spontan, in diesem orientalischen Paradies arabisch zu lernen und von hier aus zu arbeiten.


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Ich beim Brotbacken im Oman

Nun bin ich seit zwei Wochen hier und es fühlt sich gut an. Ich habe das große Glück, in der Hauptstadt Muscat bei einer omanischen Familie im Haus leben zu dürfen. Ich bin ein Teil der Familie und werde in ihrem Alltag mit eingebunden.

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Mit dem Nissan Terra-X unterwegs im Oman

Schnell wurde einer der SUV’s auf mich mit angemeldet, damit ich damit fahren kann. Wie? Sie haben noch nicht einmal gesehen, wie ich fahre und geben mir das Auto? Natürlich durfte ich die Versicherung nicht bezahlen! Im Navi wurden die beiden wichtigsten Adressen eingerichtet, damit ich mich nicht verfahre, der Schlüssel überreicht und mit einem warmen Lächeln im Gesicht wünschte man mir viel Spaß beim Autofahren. Wie viele Männer würdest Du bei uns finden, die einer Frau die Schlüssel ihres Autos übergeben würden, ohne zu wissen, wie sie fährt!

Entspannter Verkehr im Oman

Die Omanis fahren flüssig, aber halten sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung. Autobahnen sind meistens staulos, die Straßen in der Stadt recht stark befahren. Stau zur Stoßzeit keine Seltenheit. Es gibt kaum Ampeln, dafür eine Menge zweispuriger Kreisverkehre. Auch sind die Hauptstraßen durch die Stadt sie meist zweispurig mit einer erlaubten Geschwindigkeit von 100 km/h.  Es braucht etwas Überwindung am Anfang, in den Kreisverkehr herein zu fahren aber schnell ist diese verflogen. Obwohl es hektisch zu gehen scheint, ist dennoch ein klares System erkennbar. Und eines ist auffällig – ein Omani wird nie versuchen, sein Recht streitig zu machen! Er ist ein fairplayer. Fährt man in die Kreuzung hinein, wird man durchgelassen. Befindet sich vor mir auf der rechten Spur ein langsames Auto, wird der schnellere Fahrer auf der linken Spur abbremsen, damit ich reinfahren kann. Alles läuft fließend. Kein einziges Mal fühle ich mich unter Druck gesetzt oder unsicher.

Noch entspannt an der Zapfsäule

Und die Spritpreise …  Was soll ich sagen – sie sind natürlich niedriger als bei uns. Ein Liter kostet konstant 48 Cent. Für den Omani ist das mittlerweile viel. Noch vor einiger Zeit kostete der Sprit die Hälfte. Ich kann über den Preis noch lachen und freuen mich immer über die Fahrt zur Tankstelle. Das Tanken ist auch angenehm. Ich steige nicht aus dem Auto – es wird betankt und ich zahle direkt an der Zapfsäule.

Mein Auto, der Nissan Terra-X

Aktuell bin ich mit einem Nissan Terra-X unterwegs. Die meisten Omanis fahren SUV’s, der hier auch tatsächlich gebraucht wird. In der Stadt weniger. Auf einigen Straßen sind nur SUV’s mit Allradantrieb erlaubt. Sicherheit wird hier großgeschrieben. Pünktlichkeit auch, aber das ist eine andere Geschichte.

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