Mission is possible – BMW i8 Laserlicht-Technologie

BMW i8 Laserlicht Testfahrt
BMW i8 Laserlicht - eine Fahrt durch die Nacht Foto: © Copyright BMW AG, München (Deutschland)

„Der Jet ist der Wahnsinn!“ „Du hast das Auto noch nicht gesehen“, antwortet Tom Cruise Simon Pegg im Film „Mission Impossible – Phantom Protokoll“. Und dann kam er – der Auftritt des BMW i8 Concept. Ein Gefährt im unschuldigen Weiß, das im futuristischen Blau leuchtete. Es ist Nacht, als Tom Cruise ihn fährt. Der Elektrowagen leuchtet – innen und außen. Ein Objekt aus einer anderen Welt, das Mutter Erde geschenkt wurde, um sie zu retten und ihr weiterhin einen sicheren Bestand im Universum zu gewährleisten. Das neue Concept Car Wunder von den Bayerischen Motorwerken wurde zuvor bei der IAA 2011 vorgestellt. Das Design war schon damals vielversprechend und erweckt bis heute Sehnsüchte für ein neues Straßenbild der Zukunft. Kurz gesagt: der Sportwagen ist sexy und effizient.

Vom Konzept zur Serie – BMW i8

Nun ging der BMW i8 in Serie und unterscheidet sich kaum vom Konzept. Dabei hat der Plug-In-Hybrid mehr bieten als nur einen Elektromotor. Er ist auch der erste Wagen in Serie mit Laserlicht-Technologie. 600 Meter weite Sicht verspricht dieses neue Fernlicht.

Mirella Impossible

Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Ich darf den BMW i8 fahren. Auch nachts – wie Tom Cruise. Ich schließe ihn auf. Ein blaues Licht erleuchtet das Innere zur Begrüßung. Endlich darf ich die Flügeltüren öffnen. Ich blicke ins Innere. Das Einsteigen ist etwas gewöhnungsbedürftig und beim ersten Mal mache ich auch keine gute Figur dabei. Egal – das Verlangen, endlich den Startknopf drücken zu dürfen, lässt alles vergessen. Es nun mal ein tief liegender Sportwagen.

Bei Sonnenuntergang starte ich den Traumwagen. Noch ist es hell, aber der Tag neigt sich zur blauen Stunde. Ein leises Surren ertönt beim Hochfahren des Motors. So wie der Ton höher wird, so spüre ich die Gänsehaut auf meinen Armen. Es ist wie im Film – Leidenschaft pur. Die Innenbeleuchtung ist nun blau. „Die Farbe blau steht für das Futuristische. Auch die feine Linie in den Scheinwerfern ist ein Zeichen für den Betrachter, dass es sich hierbei um Laserlicht handelt,“ erklärt mir Stefan Weber, Projektleiter von BMW Laserlicht. Die Displays sind frei programmierbar und
die Innenbeleuchtung nach persönlicher Stimmungslage farblich anpassbar – in blau, orange und weiß.

Meine Testfahrt mit dem BMW i8

Endlich ist es dunkel. „Das Laserlicht passt perfekt in den i8. Sowohl vom Design her als auch auf Grund der Funktionalität“ erzählt mir der Projektleiter. Ich fahre mit dem LED-Abblendlicht. Ein blauer Kegel erleuchtet 200 Meter Sicht. Meine Augen sind entspannt. „Das ist medizinisch erklärbar.“, sagt Stefan Weber, als ich es ihm erzähle, „Das menschliche Auge empfindet das bläuliche Licht heller als einen Gelbton, weil es diesen Farbton in der Nacht besser wahrnehmen kann. Daher wird man weniger schnell müde bei der Nachtfahrt.“ Das entgegenkommende Fahrzeug wird aufgrund der Hell-Dunkel-Grenze nicht geblendet, nach unten hin strahlt es hell, nach oben dunkel. Wir fahren auf einer nicht stark befahrenen Landstraße.

Kerning und aggressiv…

Das Fernlicht ist nun an. Ich fahre unter 70 Stundenkilometer, das LED-Fernlicht mit 300 Meter Sichtweite ist aktiviert. Ich gebe Gas, schalte in den Sportmodus. Der Sound wird kerniger, aggressiver, bestimmter, tiefer. Das blau leuchtende Armaturenbrett färbt sich in ein temperamentvolles Rot. Ich spüre die Vibrationen von einem Sportwagen. Ich will mehr Power, drücke automatisch das Gaspedal durch. Vibrationen am ganzen Körper – in 4.4 Sekunden auf 100 Stundekilometer. Es klappt.

…dann wird es hell

Ich durchbreche die 70 Stundenkilometer-Grenze – die magische Grenze, wenn das Laserlicht angeht. Plötzlich wird die dunkle Nacht zum angenehm hellen Tag. 600 Meter Reichweite und bei hoher Geschwindigkeit wird der helle Spot des Laser-Fernlichts breiter. Ich fahre automatisch sicherer und ruhiger, denn ich sehe mehr, fast so viel wie bei Tag. Es ist tatsächlich ein anderes Fahrgefühl, eines mit mehr Sicherheit. Das Laserlicht wird die Fahrt in naher Zukunft sicherer machen, das steht fest. Es ist eine effiziente Lichtquelle mit doppelter Reichweite und hoher Leuchtdichte, die auch noch gut aussieht.

Von der Glühbirne, über Xenon zum Laserlicht

Auch das lästige Austauschen von Glühbirnen fällt weg. LED und Laserlicht halten ein Leben lang und sind wartungsfrei. Es ist nicht das ersten Mal, dass eine Innovation mit Zukunft aus dem Hause BMW kommt. Zuvor waren es Head-Up Display und Xenon-Scheinwerfer. „Die Vorteile dieser neuen Licht-Technologie wird keine Eintagsfliege bleiben“, verspricht Stefan Weber, „Laserlicht wird auch in andere Fahrzeugen kommen, aber in welche wird nicht verraten. Wichtig ist, dass in Zukunft mehr Sicherheit beim Fahren gewährleistet wird.“

Mission accomplished

Mir fällt wieder die rasante Nachtfahrt-Szene aus Mission Impossible ein. „Wann wird es eine steuerbare Frontscheibe in Form von Hologrammen geben? Head-Up Display ist doch so ein Vorreiter…“ frage ich hoffnungsvoll. Stefan Weber lächelt nur und sagt: „Es wird sicherlich die eine oder andere Überraschung von uns noch kommen. Ob es sich hierbei um Hologramme handeln wird….“

Ich gebe den BMW i8 mit weinendem Auge wieder ab. Am Schluss gelingt mir auch das elegante Ein- und Aussteigen. Ich fahre nach Hause – völlig losgelöst von der Erde. Ja, die Zukunft sieht vielversprechend aus.

leladjehuti
Über leladjehuti 23 Artikel
Such Dir eine Aufgabe die Du liebst und Du wirst nie wieder arbeiten müssen.“ Konfuzius hat recht! Schon seit der Kindheit immer auf großer Fahrt von Augsburg nach Sarajevo ist diese Leidenschaft fürs Reisen bin heute geblieben. Und das obwohl wir bis zu 24 Stunden für die 1000 Kilometer brauchten. Das Reisen ist für mich ein Synonym für Neues, Spannendes, Mystisches. Ich habe meine Berufung gefunden und schreibe als freie Journalistin über Autos, Reisen und Kultur aus einem neuen und gar unbekannten Blickwinkel. Diese Mobilität und vor allem Neugierde auf das Unentdeckte brachte mich auch zu meinem jetzigen Wohnort, dem Oman, wo ich meine berufliche Leidenschaft mit alle ihren Facetten ausleben kann.

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