Maserati Quattroporte GTS – Gentleman mit 530 PS

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Italienische Geschichte

Große historische Persönlichkeiten überquerten den Pass am Großen Sankt Bernhard in knapp 2500 Meter Höhe. Hier oben verläuft die Grenze zwischen dem Aosta Tal in Italien und dem Wallis in der Schweiz. Napoléon Bonaparte ließ seine historische Überquerung im Jahr 1800 in einem berühmten Gemälde verewigen. Erhaben sitzt er auf seinem aufgerichteten Pferd mit Blick zum Betrachter, während er nach Italien reitet. Der Legende nach soll auch Hannibal diesen Pass genommen haben, als er mit seinen Elefanten im tiefsten Winter die Alpen überquerte, um Rom zu erobern. Wie beschwerlich dieser Weg gewesen sein muss, wird einem bewusst, wenn man in den Sommermonaten das Hospiz besucht. Man wird bei etwa drei Grad Celsius vom eisigen Wind begrüßt, der über den hochgelegenen See und die schneebedeckten Felsen weht.

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Maserati Quattroporte GTS – italienische Tradition

Nun ist es ein Italiener, der diesen Weg in entgegengesetzter Richtung nimmt, um die Welt in friedlicher Mission zu erobern. Sein Geburtsort ist das norditalienische Städtchen Modena im Hause Avoccato Giovanni Agnelli Plant. Hier wird er seit 1963 gebaut – der legendäre Maserati Quattroporte.

Unterwegs nach Südengland

Mit dem Maserati Quattroporte GTS geht es vom italienischen Headquarter aus ins südenglische Chichester, um das Goodwood Festival of Speed zu besuchen. Königlich steht er da, in der Farbe rebel black mit 530 Pferdestärken und acht Zylindern unter der stilvoll geformten Haube. Das Logo in Form eines Dreizacks des Gottes Neptun ziert den Kühlergrill. Sein Design gibt das Lebensgefühl Italiens wieder: Geschwindigkeit und Sportlichkeit in Kombination mit Luxus und Komfort.

Schnelle Autos und bewusstes Essen

Dass das Zitat „We have fast cars und slow food“ aus dem norditalienischen Emilia-Romagna stammt, ist verständlich. „Slow Food“ steht für genussvolles und bewusstes Essen, das aus der Region stammt: Aceto Balsamico di Modena, Lambrusco Modenese, Parmiggiano Reggiano … Man könnte die kulinarische Liste endlos weiterführen. Bevor die Fahrt losgeht, wird der Gast mit italienischer Esskultur verwöhnt.

Italienisches Design der Spitzenklasse – Maserati Quattroporte

Genauso wie ein Italiener Wert auf gutes Essen legt, ist ihm Komfort mit Stil wichtig. Das Interieur des Quattroporte GTS gibt es in drei Farbkombinationen.  Extravagant ist das rote Leder, kombiniert mit anthrazitfarbenen Elementen, die aus Seidenfasern gewebt sind, kreiert vom Luxusdesigner Ermenegildo Zegna. Der Fahrer ist regelrecht auf feinste Seide gebettet, während er mit bis zu 308 Stundenkilometer Geschwindigkeit im Komfortmodus die Straße entlangfährt. Oder im Sportmodus, um den typischen Motorsound zu genießen.

Schweizer Weinberge und französischer Champagner

Von Modena bis Chichester sind es gut 1500 Kilometer Autofahrt. Erster Zwischenstopp der Reise ist im idyllischen Montreux am Genfer See in der Schweiz, bevor es weiter nach Frankreich geht. Übernachtet wird im legendären Luxusressort Fairmont Le Montreux Palace, das direkt am See liegt, umgeben von Weinbergen und Gebirgsketten. Das Hotel ist ein Geschichtenerzähler des Goldenen Jugendstil-Zeitalters, in dem sich die Reichen und Schönen zu prunkvollen Festen trafen.  Wandelt man durch die prachtvolle Vorhalle und die Gänge, die zu den traditionell eingerichteten Zimmern und Suiten führen, begegnet man dem Geist der Vergangenheit bis heute mit Ehrfurcht.

 

Delikatessen wo man hinsieht

Man könnte Reims als das Mekka Frankreichs für Geschichte und Kulinarik bezeichnen. Oder einfach als den Ort, wo Gott gerne zum Essen hingeht. Hier wachsen die Trauben für den Champagner und ist Standort des besten Gourmettempels weltweit. Man quartiert sich im Fünf-Sterne-Château L’Assiette Champenoise ein. Das Haus verbindet Bürgerliches mit zeitgenössischem Stil, das sich in den modern eingerichteten großzügigen Zimmern wiederspiegelt. Man diniert im hauseigenen Restaurant, wo Arnaud Lallement, der Herr des Hauses, selbst kocht. Er zählt zu den besten Köchen weltweit. Seine Kochkunst wurde mit drei Sternen vom Guide Michelin und fünf Hauben von Gault & Millau belohnt. Die Kreationen des Chefkochs werden mit Champagner und Käsevariationen aus der Region abgerundet.

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Circuit de Reims-Geux

Auf dem Weg zum Eurotunnel passiert man Circuit de Reims-Geux, die bekannteste Rennstrecke Frankreichs. 1970 wurde sie stillgelegt. Zu gefährlich waren die Kurven, in denen viele Rennfahrer ihr Leben lassen mussten. Heute hört man nur das Zirpen der Grillen in den Feldern, welche die Gerippe der Boxenanlage und Zuschauertribünen umgeben. Dennoch ist die legendäre Strecke einen kurzen Stopp wert.

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In bester Gesellschaft

Das Goodwood Festival of Speed ist Laufsteg für die schönsten und schnellsten Autos aus allen Epochen weltweit. Ausgetragen wird es auf dem Gelände vom Goodwood House des rennsportbegeisterten Lord March. Bekannt ist das Bergrennen über 1,86 Kilometer. Neun Kurven sind zu überwinden, teilweise begrenzt von einer hohen Steinmauer. Drei Tage hat man Zeit, sich Autoschätze sowohl in den Boxen als auch bei einer Rallye anzusehen.

Es ist das größte Automuseum unter freiem Himmel. Auch Maserati ist mit seinen Modellen dabei. Mit etwas Glück darf man im Gran Turismo als Sozius das  Rennen mitfahren und die Kraft des Motors spüren. Goodwood ist ein adrenalinreicher Abschluss einer stilvollen Reise. „Neptuns Dreizack ist das Zepter der Welt“ lautet ein Zitat aus dem 18. Jahrhundert – das Logo von Maserati scheint eine sehr gute Wahl zu sein.

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